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Martyrien - Altgeorgische Heiligenlegenden
Erscheinungsdatum: 03.10.2018, Einband: Gebunden, Titelzusatz: Altgeorgische Heiligenlegenden, Übersetzer: Neli Amaschukeli/Ivane Dschawachischwili, Herausgeber: Viktor Kalinke/Imogen Pare/Lascha Bakradse, Verlag: Leipziger Literaturverlag, Sprache: Deutsch, Schlagworte: Christentum // Georgien // Handschrift, Produktform: Gebunden/Hardback, Umfang: 154 S., 25 Illustr., Seiten: 154, Format: 1.5 x 24.5 x 17.5 cm, Gewicht: 435 gr, Verkäufer: averdo- Shop: averdo
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Martyrien
Erscheinungsdatum: 03.10.2018, Medium: Buch, Einband: Gebunden, Titel: Martyrien, Titelzusatz: Altgeorgische Heiligenlegenden, Redaktion: Kalinke, Viktor // Pare, Imogen // Bakradse, Lascha, Übersetzung: Amaschukeli, Neli // Dschawachischwili, Ivane, Verlag: Leipziger Literaturverlag // Klemm, Torsten, Dr., Sprache: Deutsch, Schlagworte: Georgien // Roman // Erzählung // Lyrik // Legende // Mysterium, Rubrik: Belletristik // Märchen, Sagen, Legenden, Seiten: 149, Gewicht: 433 gr, Verkäufer: averdo- Shop: averdo
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Reichenauer Buchmalerei 850-1070
Spätestens um 850 n. Chr. sind auf der Klosterinsel Reichenau die ersten illuminierten Prachthandschriften hergestellt worden. Ab 960 entstehen sie in dichter Folge, die den Bedarf des Klosters bei weitem übersteigt. Um 1000 erreicht die Buchkunst der Reichenau den Königshof; Heinrich II. hat seine Gründung Bamberg mit vielen Reichenauer Handschriften ausgestattet. Unter Abt Bern von der Reichenau (1008-1048) steigt die Menge der auf der Reichenau für auswärtige Besteller geschaffenen Prachthandschriften nochmals an; um 1070 erlischt diese Kunst auf der Insel. Es sind insgesamt noch 58 Prachthandschriften vorhanden, über deren Reichenauer Herkunft weitgehend Konsens besteht. Damit weist die Reichenauer Malerschule ein OEuvre auf, das von keiner anderen der Zeit erreicht oder übertroffen wird. Das große Thema dieser Schule ist das Leben Christi: Unter Reichenauer Mitwirkung ist der erste ausführliche Leben-Jesu-Zyklus der westlichen Buchmalerei entstanden. Daneben hat aber auch anderes Platz: das Dedikationsbild, der Evangelist, die altgeorgische Figur, das Bischofsportrait, das Herrscherbild, die Sängerschar, das Leben Johannes des Täufers. Ungewöhnliche Themen innerhalb der abendländischen Buchmalerei sind der Marientod und Christi Höllenfahrt. Hier werden byzantinische Sujets aufgenommen,wie auch der durchgehende Goldgrund, der um 985 in Konstantinopel nachweisbar ist, bald darauf auf der Reichenau erschent. Das Buch versteht sich als chronologisch geordneter Rundgang durch eine imaginäre Ausstellung aller dieser weit verstreuten Handschriften. Aus jeder Prachthandschrift wird eine repräsentative Seite abgebildet und erläutert - in einem Ausnahmefall (nr. 32) sind es drei Bilder. Die Einleitung skizziert die Forschungsgeschichte der Wiederentdeckung Reichenauer Buchmalerei und fasst zusammen, was über Themen, Formate, Empfänger, Schreiber und Maler etc. aus den Handschriften zu entnehmenist. Der weltweit bekannteste Teil des Reichenauer Weltkulturerbes soll so in seiner Gesamtheit sichtbar gemacht werden.- Shop: buecher
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Der Recke im Tigerfell
Shota Rustawelis "Recke im Tigerfell", weithin als das Nationalepos Georgiens anerkannt und seit 2013 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen, ist ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Werk. Am Übergang vom 12. zum 13. Jahrhundert und damit etwa 800 Jahre nach Beginn der georgischen Schriftlichkeit entstanden, markiert es eine scharfe Abkehr weg von dem christlich-orthodox determinierten, im Wesentlichen theologisch ausgerichteten Schrifttum, das die altgeorgische Periode bis dahin prägte. Auch Shota Rustawelis Werk kann seinen christlichen Hintergrund nicht verleugnen; es ist jedoch zugleich durch andere Strömungen gekennzeichnet, die sich im damaligen Georgien begegneten: zum einen eine lebhafte Auseinandersetzung mit der antiken griechischen Philosophie, die vielfach als die "georgische Renaissance" bezeichnet worden ist, und zum anderen der allgegenwärtige Einfluss persisch-islamischer Kultur, einschließlich der durch Autoren wie Firdousi oder Nizami vertretenen Dichtkunst.Über die Person Shota Rustawelis ist, der Bedeutung seines Werkes zum Trotz, erstaunlich wenig Sicheres bekannt. Man wird jedoch nicht weit fehlgehen, wenn man seine Lebenszeit auf etwa die Jahre 1172 bis 1216 ansetzt. Die letzten Jahre seines Lebens dürfte der Dichter nicht in Georgien, sondern im Kreuzkloster in der Nähe von Jerusalem verbracht haben, das im 11. Jahrhundert von Georgiern erbaut worden war.Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert hat es zahlreiche Versuche gegeben, Shota Rustawelis Versdichtung in andere Sprachen zu übersetzen, darunter auch ins Deutsche. Welche Schwierigkeiten dies bereiten kann, zeigt sich bereits am Titel des Epos selbst, für den Varianten wie "Der Mann im Tigerfell", "Der Mann im Pantherfell", "Der Held im Pantherfell", "Der Ritter im Tigerfell", "Der Recke im Tigerfell" oder auch einfach "Das Pantherfell" existieren. Problematischer als der Titel des Werks dürfte für jeden Übersetzer die metrische Gestalt von Rustawelis Versdichtung sein. Sämtliche Strophen des Epos sind in einem Vierzeiler mit identischem Reimausgang gehalten, bei dem jede Verszeile sechzehn Silben umfasst und zusätzlich durch eine Zäsur in der Mitte gekennzeichnet ist. Lediglich die hier neu herausgegebene Nachdichtung des österreichischen Autors Hugo Huppert (1902-1982) aus dem Jahre 1955 versucht, diese Versform soweit wie möglich nachzuahmen, was ihr einen besonderen Rang verleiht.Illustriert ist die vorliegende Ausgabe durch 54 Miniaturen aus der Handschrift S-5006 des Handschriftenzentrums in Tbilisi, die etwa aus dem 17.-18. Jahrhundert stammen dürften und die in ihrer filigranen Ausgestaltung klare Einflüsse persischer Vorbilder zeigen.- Shop: buecher
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